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5. February 2019

Fit for Purpose

Nicht nur innerhalb der Gesellschaft hat sich das Bewusstsein für den Umwelt- und Klimaschutz sowie auch das Sicherheitsbedürfnis im Laufe der letzten Jahre stark gewandelt – auch bei Unternehmen und Institutionen, darunter auch die Chemie, Petrochemie und Pharmazie, sind diese Themen immer mehr in den Fokus gerückt. Wir haben hierzu mit zwei Experten von Pepperl+Fuchs gesprochen.

Um den hohen Sicherheitsanforderungen gerecht zu werden, erweitert Pepperl+Fuchs kontinuierlich das Portfolio an Produkten und Lösungen für den elektrischen Explosionsschutz, die Anwendern den Arbeitsalltag erleichtern und Anlagen noch sicherer machen. Herbert Schober, Executive Vice President Electrical Protection Equipment & Solutions Global und Rainer Nägle, zuständiger Produktgruppenleiter für den elektrischen Explosionsschutz bei Pepperl+Fuchs geben Einblicke in die Entwicklungen und Trends im elektrischen Explosionsschutz.

Was versteht man unter elektrischem Explosionsschutz und in welchen Bereichen ist Pepperl+Fuchs tätig?

Herbert SchoberDer elektrische Explosionsschutz umfasst sämtliche Technologien des Explosionsschutzes mit den Zündschutzarten Eigensicherheit Ex i, erhöhte Sicherheit Ex e, druckfeste Kapselung Ex d und Überdruckkapselung Ex p sowie zahlreiche weitere Methoden, die weniger Relevanz haben. Im Bereich der Automatisierungstechnik ist Pepperl+Fuchs bereits seit über 70 Jahren aktiv. Um den Explosionsschutz in diesen Anwendungsbereichen sicherzustellen, kommen vorwiegend die Zündschutzarten Eigensicherheit und erhöhte Sicherheit zum Einsatz. In der Niederspannungstechnik hingegen werden zusätzlich zur Zündschutzart erhöhte Sicherheit auch die druckfeste Kapselung und die Überdruckkapselung verwendet. Dieses „klassische Explosionsschutzgeschäft“ hat Pepperl+Fuchs vor rund 15 Jahren als Ergänzung des bestehenden Portfolios mit den Zündschutzarten Eigensicherheit und erhöhte Sicherheit aufgenommen.

Welche Position hat Pepperl+Fuchs am Markt?

Herbert SchoberAls Marktführer im Explosionsschutz für die Automatisierungstechnik genießt die Marke Pepperl+Fuchs eine sehr positive Reputation und unsere Kunden kennen uns seit Jahrzehnten als starken, zuverlässigen, kompetenten Partner. Unser Know-how und die Erfahrung aus der Automatisierungstechnik haben es uns vor 15 Jahren leichter gemacht, im Bereich der Niederspannungstechnik Fuß zu fassen, mit unserem Produktportfolio zu wachsen und uns in diesem Marktumfeld behaupten zu können. Heute können wir aus beiden Disziplinen Synergien bilden, um optimale Kundenlösungen für den Einsatz in rauen Industrieumgebungen und explosionsgefährdeten Bereichen zu entwickeln.

Als Marktführer im Explosionsschutz für die Automatisierungstechnik genießt die Marke Pepperl+Fuchs eine sehr positive Reputation und unsere Kunden kennen uns seit Jahrzehnten als starken, zuverlässigen, kompetenten Partner.
Herbert Schober, Executive Vice President Electrical Protection Equipment & Solutions Global
Wie gelingt es Ihnen, die Nachfrage an elektrischen Komponenten und Systemen zu bedienen?

Herbert SchoberWir haben ein umfassendes Portfolio an elektrischen Komponenten und Systemen für den Explosionsschutz und legen großen Wert darauf, unseren Kunden eine Komplettlösung anzubieten, nicht nur ein Produkt — und das sowohl auf lokaler als auch auf globaler Ebene. Diese Lösungen werden applikationsspezifisch und in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden entworfen, besprochen und schließlich in unseren SECs, den sogenannten Solution Engineering Centern, gefertigt. Die Betreuung unserer Kunden reicht von der Projektspezifikation über den Bau der Kundenlösung bis hin zur Inbetriebnahme in der Anlage. Insgesamt sind wir mit sechs Solution Engineering Centern auf der ganzen Welt vertreten — zwei davon befinden sich in Europa, drei in Asien bzw. Australien sowie eines in den USA. Zusammen mit einem flächendeckenden Vertriebsnetz sowie eigenen Gesellschaften und Handelsorganisation an über 80 Standorten weltweit können wir die Bedarfe an elektrischen Explosionsschutzlösungen auf allen Kontinenten decken — sei es in der chemischen, petrochemischen oder pharmazeutischen Industrie. Unsere Produkte finden aber auch in der Lebensmittelindustrie Einsatz, etwa dann, wenn es sich um staubexplosionsgefährdete Bereiche handelt.

Vor welchen Herausforderungen stehen Anwender in den letzten Jahren und was bedeutet das für die Hersteller?

Herbert SchoberEs ist nicht die technische Grundlage des elektrischen Explosionsschutzes, die sich verändert, sondern vielmehr die Anwendung sowie die Erwartungshaltung der Kunden. Noch vor 15 Jahren hatten alle größeren Betriebe weitaus mehr Ressourcen zur Verfügung sowie eigene Fachabteilungen, die eigenständig planen und projektieren konnten. Es gibt zwar nach wie vor Fachspezialisten und Gremien, die sich hiermit beschäftigen; im Zuge der sich ändernden wirtschaftlichen Lage der letzten Jahre hat sich diese Aufgabe jedoch komplett auf die Hersteller verlagert. Wir stellen außerdem fest, dass Kunden vermehrt nach vorkonfektionierten, kundenspezifischen Lösungen suchen, wie sie beispielsweise in unseren Solution Engineering Centern entstehen.

Rainer NägleEine weitere einschneidende Entwicklung ist der Verfall der Öl- und Gaspreise seit 2011: Wenn üblicherweise zwischen 30 % und 40 % des Absatzes in die Öl- und Gasmärkte fließen, diese jedoch um ca. 50 % eingebrochen sind, zieht das Probleme für die gesamte Branche nach sich. Dadurch hat sich natürlich auch die Wettbewerbssituation innerhalb der letzten Jahre deutlich verschärft: Produkte und Lösungen müssen „fit for purpose“ beziehungsweise „fit for market“ sein — sprich Technik und Service müssen stimmen und nicht zuletzt der Preis.

Produkte und Lösungen müssen „fit for purpose“ beziehungsweise „fit for market“ sein — sprich Technik und Service müssen stimmen und nicht zuletzt der Preis.
Rainer Nägle, Product Group Manager Explosion Protection Equipment
Wie hat Pepperl+Fuchs auf diese Entwicklung reagiert?

Rainer NägleDa wir bei Pepperl+Fuchs über ein sehr diversifiziertes Portfolio verfügen, sind wir nicht ausschließlich von den Entwicklungen in der Prozessautomation abhängig. Wir bewegen uns mit unserem zweiten Geschäftsbereich, der Fabrikautomation, in einem völlig anderen Branchenumfeld und können solche Schwankungen besser abfedern. Deshalb war es uns trotz der schwierigen Situation am Öl- und Gasmarkt möglich, in die Entwicklung neuer Lösungen für den elektrischen Explosionsschutz zu investieren und innerhalb der letzten fünf bis sechs Jahre deutlich offensiver zu agieren als andere Hersteller.

Herr Schober, Sie haben eben von spezifischen Lösungen gesprochen. Mit welchen Wünschen kommen Kunden auf Sie zu?

Herbert SchoberEin wichtiges Kriterium ist beispielsweise die Möglichkeit, mit kleineren, leichteren und robusteren Materialien arbeiten zu können. Aber auch im Bereich der Materialtechnik hat sich innerhalb der letzten 15 Jahre einiges getan — was Kunststoffe und glasfaserverstärkte Polyester anbelangt zum Beispiel. Erst kürzlich haben wir eine völlig neue Gehäuseserie aus glasfaserverstärktem Kunststoff für Klemmen- und Steuerkästen (Ex e und Ex i) auf den Markt gebracht, die Umgebungstemperaturen von -60 °C bis zu +65 °C standhält und über weitere Funktionalitäten verfügt, die sowohl die Anlagenplanung als auch das Handling maßgeblich erleichtern.

Herbert Schober und Rainer Nägle
Sie werben aktuell mit einem 5-Tage-Lieferversprechen — was steckt dahinter?

Herbert SchoberBei der Produktentwicklung und -verfügbarkeit, und das betrifft nicht nur den Explosionsschutz, geht es zunehmend um Schnelligkeit. Kunden erwarten von uns, dass wir in sehr kurzer Zeit für sie maßgeschneiderte Lösungen bereitstellen. Die Lieferzeit dieser Lösungen soll idealerweise so kurz sein wie die eines Standardprodukts. Aus diesem Anspruch heraus haben wir für den europäischen Raum eine sogenannte „5-Tage-Initiative“ ins Leben gerufen, um Klemmen- und Steuerkästen sowie Befehlsgeräte innerhalb von fünf Arbeitstagen zu fertigen. Auch wenn der Versandweg noch hinzukommt, verläuft die Auftragsabwicklung insgesamt deutlich schneller, als unsere Kunden es erwarten.

Wie lässt sich dieses Lieferversprechen realisieren?

Herbert SchoberDieser Ansatz kombiniert leistungsfähige Hilfsmittel, um einen Kundenauftrag in eine technische Lösung umzusetzen: Fertigungsunterlagen werden automatisiert erstellt und gehen schließlich in eine sogenannte Zellenfertigung, in der ein Team von Mitarbeitern den Auftrag hat, den Kundenauftrag innerhalb von fünf Arbeitstagen komplett abzuwickeln. Auch wenn die Prozesse insgesamt sehr komplex sind, konnten wir durch diese Art der Produktion bereits nach einer kurzen Anlaufphase ein größeres Volumen umsetzen und sind damit sogar schneller als fünf Arbeitstage. Und das Wichtigste: unsere Kunden sind begeistert von dieser Lieferperformance.

Sind der Fertigung Grenzen gesetzt?

Rainer NägleIn technischer Hinsicht zwar kaum, allerdings gibt es kommerzielle Grenzen. Der teilweise sehr hohe Engineering-Aufwand muss sich lohnen und letztendlich auch bezahlbar sein, besonders wenn es um Aufträge mit Stückzahl eins bis drei geht.

Herbert SchoberDarüber hinaus gibt es auch technologische Grenzen, was beispielsweise internationale Zulassungen betrifft, die teilweise sehr schwierig zu erhalten sind und einen hohen Aufwand erfordern.

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Solution Engineering Center (SEC) – Lösungen für den Explosionsschutz rund um den Globus

Sechs Fragen an Herbert Schober

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Mit unserem umfangreichen Angebot an Befehls- und Meldegeräten, Klemmenkästen sowie Sicherheits- und Lastschaltern erfüllen wir Ihren Kundenwunsch nach kurzer Lieferzeit – ohne Abstriche bei der Variantenvielfalt.

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Herr Schober und Herr Nägle, verraten Sie uns, wo die Reise im elektrischen Explosionsschutz hingeht und welche Themen zukünftig an Bedeutung gewinnen werden?

Rainer NägleEinen Aspekt, den wir zukünftig sehen, ist die verstärkte Zusammenarbeit mit dem Business-Bereich der Fabrikautomation mit der Zielsetzung, Sensorik vermehrt in explosionsgefährdete Umgebungen zu bringen und das Know-how aus beiden Bereichen bestmöglich zu nutzen. Dabei beschäftigen wir uns vorwiegend mit zwei Themen: Zum einen müssen wir die optische oder elektromagnetische Strahlung, die aus einem Sensor austritt, sicher machen — auch vor dem Hintergrund, dass es mittlerweile neue Normen und Limits gibt, ab wann eine optische Strahlung eine Gasatmosphäre entzünden kann. Zum anderen spielen in der Kommunikationstechnik Lichtwellenleiter im explosionsgefährdeten Bereich eine immer größere Rolle.

Herbert SchoberDie zukünftige Herausforderung besteht darin, Techniken, die es im nicht explosionsgefährdeten Bereich gibt, genau dorthin zu bringen. Unsere Kunden haben die Erwartungshaltung und den Wunsch, die Produkte, die sie aus dem privaten und dem Büroalltag kennen, auch im explosionsgefährdeten Bereich einsetzen zu können. Das umfasst natürlich nicht nur die Geräte, sondern auch die dazugehörige Infrastruktur — hier werden wir es in Zukunft vermehrt mit Antennentechnik und dem Thema Abschirmung zu tun haben. Fest steht jedenfalls, dass sich explosionsgefährdete und nicht explosionsgefährdete Bereiche in den nächsten fünf Jahren technologisch stärker annähern und weiter zusammenwachsen werden, weil das Anforderungsprofil der Kunden dasselbe ist. Deshalb müssen wir unsere Produkte aus der Sensortechnik so „verpacken“, dass sie zuverlässig und sicher in explosionsgefährdeten und rauen Industrieumgebungen betrieben werden können.

Rainer NägleUnd dabei steht die Anwenderfreundlichkeit an oberster Stelle — so auch bei unserer neuesten GR-Gehäuseserie aus glasfaserverstärktem Polyester. Hier liegt der Mehrwert in der Handhabbarkeit, wie der Tatsache, dass die Installation durch nur eine Person erfolgen kann. Die großen Entwicklungen im elektrischen Explosionsschutz werden die kleinen Dinge sein, die dem Anwender das Leben leichter machen.

By |2025-01-13T15:51:55+00:00February 5, 2019|Explosionsschutz, Märkte + Trends|Comments Off on Fit for Purpose

February 5, 2019

Fit for Purpose

Awareness of both our duty to protect the environment and the need for safety has grown in recent years. Companies and institutions, including those in the petrochemical, chemical, and pharmaceutical sectors, share this concern and have begun to focus on these topics more and more. We spoke with two experts from Pepperl+Fuchs.

In order to meet the stringent safety requirements of these industries, Pepperl+Fuchs is continuously expanding its portfolio of products and solutions for electrical explosion protection, which are designed to make plants safer and the day-to-day work of users easier. Herbert Schober, Executive Vice President for Electrical Protection Equipment & Solutions Global, and Rainer Nägle, Product Group Manager for Electrical Explosion Protection Equipment at Pepperl+Fuchs give further insight into the developments and trends in electrical explosion protection.

What exactly does electrical explosion protection mean and how is Pepperl+Fuchs involved?

Herbert SchoberElectrical explosion protection includes all explosion protection technologies with intrinsic safety, increased safety, flameproof enclosures, and purge and pressurization protection, as well as countless other methods. Pepperl+Fuchs has been active in the field of automation technology for over 70 years. To guarantee explosion protection in these application areas, we mainly use intrinsic safety and increased safety protection. In low-voltage technology, however, we also use flameproof enclosures and purge and pressurization in addition to increased safety. Pepperl+Fuchs started this 'conventional' explosion protection business around 15 years ago by adding intrinsic safety and increased safety products to its existing portfolio.

Can you tell us about Pepperl+Fuchs´ position in the market?

Herbert SchoberAs the market leader in explosion protection for automation technology, Pepperl+Fuchs has built an extremely positive reputation. For decades now, our customers have regarded us as a strong, reliable, and professional partner. Our expertise and experience from the field of automation technology have made it easier for us to gain a foothold in the field of low-voltage technology, grow our product portfolio, and assert ourselves in this market environment. Today, we are able to create synergy between the two disciplines to develop solutions for use in harsh industrial environments and hazardous areas.

As the market leader in explosion protection for automation technology, Pepperl+Fuchs has built an extremely positive reputation. For decades now, our customers have regarded us as a strong, reliable, and professional partner.
Herbert Schober, Executive Vice President Electrical Protection Equipment & Solutions Global
How do you manage to meet the demand for electrical components and systems?

Herbert SchoberWe have a comprehensive portfolio of electrical components and systems for explosion protection, and it is extremely important to us to provide both local and global customers with a complete solution, not just a single product. We work closely with our customers to design, discuss, and ultimately manufacture the application-specific solutions in our SECs (Solution Engineering Centers). We provide support to our customers from project specification and construction to the time the solution is commissioned in the plant. We have a total of six Solution Engineering Centers worldwide—two in Europe, three in Asia and Australia, and one in the USA. With a comprehensive sales network and Pepperl+Fuchs-owned companies and trade organizations in over 80 locations worldwide, we are able to meet the requirements for electrical explosion protection solutions on every continent—whether in the chemical, petrochemical, or pharmaceutical industry. Our products are even used in the food and beverage industry to protect dust hazardous areas.

What challenges have users faced in recent years and what does this mean for manufacturers?

Herbert SchoberIt is not the technical basis of electrical explosion protection that is changing, but rather the applications and customer expectations. Just 15 years ago, all of the biggest businesses had far more resources available as well as their own specialist departments that were able to make plans and carry out project work independently. Of course, there are still specialists and committees that deal with these types of tasks, but the changing economic situation over the past few years has shifted these tasks to the manufacturer. We have also noted that customers are increasingly looking for preassembled, customer-specific solutions, such as those developed in our Solution Engineering Centers.

Rainer NägleAnother significant development has been the drop in oil and gas prices since 2011. Between 30 % and 40 % of sales used to flow into the oil and gas markets, but when the markets slumped by around 50 % it caused problems for the industry as a whole. As you might expect given this background, competition has become much tougher in recent years. Products and solutions must be 'fit for purpose' or 'fit for market'—in other words, the technology and service must be right, not to mention the price.

Products and solutions must be 'fit for purpose' or 'fit for market'—in other words, the technology and service must be right, not to mention the price.
Rainer Nägle, Product Group Manager Explosion Protection Equipment
How has Pepperl+Fuchs responded to this development?

Rainer NägleSince Pepperl+Fuchs has a highly diversified portfolio, we do not depend solely on developments in process automation. We also operate in a completely different industry with our second business area, factory automation, and are therefore able to absorb market fluctuations more effectively. That's why it has been possible for us—despite the difficult situation with the oil and gas industry—to invest in developing new solutions for electrical explosion protection and take a more proactive approach than other manufacturers over the last five to six years.

Mr. Schober, you mentioned specific solutions. What sorts of requests do customers make of you?

Herbert SchoberAs an example, one important requirement is the ability to work with smaller, lighter, and more robust materials. But a lot has also changed in the field of material technology within the last 15 years, particularly in relation to plastics and glass fiber reinforced polyester. We recently launched a completely new enclosure series made from glass fiber reinforced plastic for terminal boxes and control stations (Ex e and Ex i). The enclosures in this series can withstand ambient temperatures from -60 °C to +65 °C and have additional functionalities that make plant design and operation much easier.

Herbert Schober and Rainer Nägle
Why have you decided to offer customers a five-day guarantee for delivery?

Herbert SchoberSpeed has become an increasingly important in product development and product availability, and not just for explosion protection. Customers expect us to provide them with tailor-made solutions in a very short window of time. Ideally, the delivery time for these solutions should be as quick as that of standard products. This led to the launch our '5-day guarantee' for Europe. We promise to manufacture terminal boxes, control stations, and control units within five working days. Even with shipping taken into account, orders are still processed much faster than our customers expect.

How are you able to keep this delivery promise?

Herbert SchoberA combination of high-performance resources is required in order to turn a customer's order into a technical solution. Production documents are created automatically and ultimately go into cell production, where one of our teams will take care of the entire customer order within five working days. Although these processes are very complex, this type of production has allowed us to carry out a larger volume of work after a brief planning phase, and we can even achieve results in fewer than five working days. The most important thing is that our customers are delighted by this delivery performance.

Are there limits to production?

Rainer NägleThere are few technical limitations, but there are certainly commercial limitations. The often extensive engineering effort must be worthwhile and ultimately cost-effective, especially when it comes to orders containing just one to three units.

Herbert SchoberThere are also technological limitations with regard to international approvals, which are often very difficult to obtain and require huge amounts of effort.

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Solution Engineering Center (SEC)—Explosion Protection Solutions Around the Globe

Six Questions for Herbert Schober

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With our extensive range of control units, terminal boxes, and safety and load switches, we can meet your needs in no time at all without compromising on product variety.

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Mr. Schober and Mr. Nägle, can you tell us what the future holds for electrical explosion protection, and which topics will become increasingly important?

Rainer NägleWe expect to see greater collaboration with the factory automation business unit in the future. Our aim is to increase the use of sensor technology in hazardous environments and use the expertise from both areas in the best possible way. We have two main focus areas in relation to this work. First, we need to make sure that the optical and electromagnetic radiation that sensors emit is safe, with additional consideration for meeting the new standards and limits on when optical radiation can ignite a gas atmosphere. Second, the use of fiber optic cables in hazardous areas is becoming increasingly important in communication technology.

Herbert SchoberThe challenge for the future will be introducing technologies used in non-hazardous areas into hazardous areas. Our customers want and expect to be able to use products from their private and work lives in hazardous areas, too. It goes without saying that this not only includes the equipment but also the associated infrastructure. Therefore, we will be focusing increasingly on antenna technology and shielding in the future. One thing that is certainly clear is that the technology associated with hazardous and non-hazardous areas will converge in the next five years, because the needs of the customers in these areas are the same. We must therefore 'package' our sensor technology in such a way that it can be used safely and reliably in hazardous and harsh industrial environments.

Rainer NägleUser-friendliness is the top priority, as was the case when designing our latest GR enclosure series made from glass fiber reinforced polyester. As an added value, this product range is easy to use and can be installed by just one person. The most significant developments in electrical explosion protection will be the things that make life easier for the user.

By |2025-01-13T15:50:07+00:00February 5, 2019|Explosion Protection, Markets + Trends|Comments Off on Fit for Purpose
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